Ein rundum gelungenes Fest feierten die Young Voices vergangenen Samstag anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens. Mit einem mitreißenden Jubiläumskonzert begeisterten die Sängerinnen und Sänger das Publikum im gut besetzten Tammer Bürgersaal und bewiesen eindrucksvoll, dass sie auch nach 3 Jahrzehnten kein bisschen leise geworden sind.
Besonders spürbar war an diesem Abend: Die Young Voices sind weit mehr als eine Gesangsgruppe – sie sind eine große, eingeschworene Familie und „leben und lieben“ das Vereinsleben.

Besonders schön war, dass auch einige ehemalige Sängerinnen und Sänger der persönlichen Einladung gefolgt waren und das große Geburtstagsfest mitfeierten.
Schon der Auftakt in den Abend hielt eine wunderbare Überraschung bereit: Zur feierlichen Eröffnung des Konzerts standen alle Sängerinnen und Sänger von Bella Musica auf der Bühne, ohne die der damals „Junge Chor“ Young Voices nie gegründet worden wäre und stimmten das Publikum mit Udo Jürgens „Heute beginnt der Rest deines Lebens“ und „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller musikalisch perfekt auf den Abend ein.

Ein zweiter Meilenstein stand nebenbei auch im Rampenlicht: Seit der Gründung der Young Voices vor 30 Jahren ist Manfred Frank „the one and only“ Chorleiter und bildet in dieser nun langen Zeit mit dem Chor ein perfekt aufeinander eingespieltes Team. Unter seiner leidenschaftlichen Führung präsentierten die Young Voices vergangenen Samstag ein wahnsinnig abwechslungsreiches Programm, von den emotionalen Anfängen, über Klassik bis hin zu modernen Pop- und Rock-Klassikern. Mit einem mitreißenden „Music“ von John Miles wurde gestartet, weiter ging es mit dem gefühlvollen „I finally found someone“ von Barbra Streisand, mit Soloeinlagen von Daniela Silzle und Harry Kopp und dem deutschen Kultsong „Major Tom“.

Mit ganz viel Herz führten die zweite und dritte Vorsitzende, Daniela Silzle und Karin Vogt, durch den Abend und hielten den roten Faden durchgehend in den Händen.

Mit einer kleinen Interview-Runde durch Karin Vogt von Mitgliedern der allerersten Stunde des Chors, die bis heute singen, erfuhren die Gäste, wie es damals zur Gründung der Young Voices kam und was den Chor bis heute ausmacht. Anekdoten aus dem Nähkästchen sorgten nicht für wenige laute Lacher im Saal.
Mit Gospels, wie dem „Sister-Act-Medley der „andächtigen“ Damen der Young Voices und einem packenden „Gospel Adoramus“, wurde das Publikum schließlich mit dem klassisch-christlichen „Hallelujah“ von Händel in eine kurze Pause mit Sekt, Wein und jeder Menge, von den Vereinsmitgliedern selbstgebackenem, salzigen Gebäck zum Plausch und Austausch untereinander entlassen.

Nach der Pause startete die 2. Programmhälfte mit dem beschwingten „New York, New York“ und dem Juli-Klassiker „Perfekte Welle“. Queens „Somebody to love“ brachte schließlich manch eine/n im Saal zum Mitsummen des Textes.
Für emotionale Höhepunkte abseits des Gesangs war ebenfalls gesorgt:
Ein liebevoll gestalteter Kurzfilm ließ einzelne Stimmen der Young Voices zu Wort kommen – ein Moment, der die Herzlichkeit und die familiäre Atmosphäre unseres Vereins für alle im Saal greifbar machte.

Nach dem französischen Chanson-Hit „Je veux“ von ZAZ folgte ein humorvoller und charakterstarker Szenenwechsel: Als „Wilde Kerle“ formiert, brachten die Männer unserer Young Voices mit tiefem, rauchigem Klang den Klassiker „Sixteen Tons“ und das rockige „Born to be Wild“ auf die Bühne.
Ergänzt wurde der geschichtliche, gesangliche Rückblick durch einen kurzweiligen Block voller Zahlen, Daten und Fakten, den Tanja Woelky schmunzelnd zum Besten gab. Das Publikum erfuhr dabei unter anderem augenzwinkernd, wie viele unzählige Chorproben, -stunden und -minuten in den vergangenen drei Jahrzehnten absolviert wurden und wie viele glückliche Pärchen sich im Laufe der Jahre durch die gemeinsame Leidenschaft im Chor gefunden haben.

Mit den kraftvollen Songs „Believer“ der Imagine Dragons aus Nevada und dem emotionalen Abschlusstitel „Dreamer“ von Supertramp rundeten die Young Voices ihren Jubiläumsabend ab.

Das feiernde Publikum dankte es allen Akteuren mit langanhaltendem Beifall und stehenden Ovationen und forderte schließlich eine Zugabe – wie könnte es besser sein, als den Abend mit „Viva la vida“ von Coldplay zu beenden – „Es lebe das Leben“.

Nach dem Programm gab es für die Sängerinnen, Sänger und Gäste nochmals die Möglichkeit im Foyer zusammenzustehen und über die vergangenen Jahre, aber besonders auch über die Zukunft zu sinnieren.




















































































